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Von chaotischen Krisen und apokalyptischen Katastrophen | blickwechsel

Von chaotischen Krisen und apokalyptischen Katastrophen

Gepostet Von Gabriele Erfurth am 08. 05. 2014 |


Fangen wir doch gleich mit der Apokalypse an. Was wir heute als Weltuntergang empfinden, heißt im Griechischen ganz schlicht und einfach Enthüllung. Die Enthüllung ist das, was passiert, wenn wir merken, dass wir einer Täuschung aufgesessen sind. Wir werden dann ent-täuscht und empfinden das oft als Apokalypse.

Aber selbst, wenn die Ent-täuschung weniger bedrohlich ist, fühlt sie sich für uns oft noch wie eine Katastrophe an. Gut so! Eine Katastrophe ist nämlich eine Umkehr, eine Wende, in diesem Fall aus der Täuschung heraus in die Realität. Wobei das mit der Realität so eine Sache ist. „real“ kommt vom Lateinischen „res“ und bedeutet wirklich nur Sache, Ding. Und dass so manches Ding anders ist als es erscheint und uns die Enthüllung oft ent-täuscht, haben wir ja gerade gelernt. Aber Umkehr ist immer dann gut, wenn man irgendwo feststeckt oder sich verirrt hat!

Hätten wir noch die Krise. Sie werden es schon ahnen – ja, auch sie ist an sich ganz harmlos. Das griechische Urwort bedeutet Entscheidung und auch entscheidende Wendung. Womit wir wieder bei der Katastrohe sind! Und wenn Ihnen das Ganze jetzt chaotisch vorkommt, muss ich Sie schon wieder ent-täuschen: Das Chaos ist nichts anderes als die Leere des Alls.

Ganz schön trickreich, unsere Sprache. Aber nachdem wir ja nun wissen, dass Krisen, Katastrohen & Co. unsere Freunde und Helfer sind, möchte ich mit dem Buchtitel von Eva-Maria Zurhorst schließen:

„Liebe dich selbst und freu dich auf die nächste Krise“