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Treu wie ein Baum | blickwechsel

Treu wie ein Baum

Gepostet Von Gabriele Erfurth am 27. 04. 2014 |


„treu wie Gold“ sagt man. Genau genommen müsste es aber heißen „treu wie ein Baum“. Baum, insbesondere Eiche ist nämlich die Grundbedeutung des indogermanischen Wortes „deru“, dem Vorläufer unserer Treue. „Treu“ heißt demnach fest, stark wie ein Baum.

Treue, Vertrauen und Trost zeugen damit von innerer Festigkeit. Wer sich traut oder Vertrauen fasst, wer Trost findet, wird innerlich fest. Aber Achtung: Festigkeit und Starre sind zwei Paar Schuhe! Ein Baum muss fest verwurzelt sein, um einem Sturm standhalten zu können. Sind Zweige und Stamm jedoch zu starr, dann wird der Sturm sie brechen und den Baum zerstören.

So führt auch eine starre Haltung im Leben früher oder später zum Bruch – meist in unseren engsten Beziehungen, in denen Stürme grundsätzlich am heftigsten toben. Denn starr ist unbeweglich, und Stillstand ist Tod.

Sind wir dagegen uns selbst treu, dann haben wir (inneren) Halt und Festigkeit, dann sind wir in uns selbst verwurzelt und die Stürme des Lebens können zwar an unseren Zweigen zausen, aber ohne uns umzuwerfen. Wir bleiben stehen und gewinnen noch an Stärke.

Ein witziges sprachliches Phänomen am Rande: „treu“ heißt auf Englisch „true“. Was wohl zum Vertauschen der beiden letzten Buchstaben geführt haben mag? Auf jeden Fall erkennt man hier noch ganz deutlich die Verwandtschaft zu „tree“.