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Leib und Leben... | blickwechsel

Leib und Leben…

Gepostet Von Gabriele Erfurth am 04. 05. 2014 |


… ist ein und dasselbe: Leib bedeutete früher Leben. Das erkennt man heute noch am Wort „leibhaftig“, das lebend heißt. Leib, Leben, Lehm und Leim haben dasselbe indogermanische Ursprungswort „lei“ mit der Bedeutung feucht, schleimig, klebrig sein, kleben (bleiben). Dazu passt diese alte Geschichte aus der Bibel, dass Gott Adams Leib aus Lehm geformt hat (Adam bedeutet „Ackerboden“). – Womit das älteste Handwerk der Welt ganz eindeutig die Töpferei ist!

Und Gott, der Schöpfer, als Töpfer seine Schöpfung in der paradiesischen Kreativ-Werkstatt aus Erde schuf. Ob er nach so einer großen Schöpfung erschöpft war? Vielleicht hat er dann erst mal eine Handvoll Wasser geschöpft, um sich zu erholen und sein Werk zu betrachten. Während er so in der Schule saß (Sie erinnern sich – schola heißt Muße, Ruhe), kam ihm plötzlich die Inspiration, die er direkt an Adam weitergab: „in-spirare“ heißt einhauchen, hineinblasen, und das lateinische Grundwort „spirare“ bedeutet atmen, leben. Womit wir wieder bei Leib und Leben sind.

Und ja, „spirare“ ist auch das Grundwort von „Spiritus“, dessen eigentliche allgemeine Bedeutung Hauch, Atem, Leben sich dann in der Form des lebensspendenden Hauchs Gottes auf die Bedeutung Geist (Gottes) reduziert hat. Wie viel vom Geist Gottes allerdings in unserem käuflichen Spiritus oder gar im Sprit zu finden ist, mag jeder für sich selbst entscheiden.

Um aber nochmal auf den Geist zurückzukommen: Der steckt auch in der „Be-geist-erung“. Und unser Fremdwort für Begeisterung lautet „Enthusiasmus“. Das kommt aus dem Griechischen und heißt in Gott sein. – Wofür auch immer wir uns also begeistern, der Alte Herr ist mit dabei…

A(t)men.