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Jetzt Gift schenken! | blickwechsel

Jetzt Gift schenken!

Gepostet Von Gabriele Erfurth am 17. 06. 2014 |


Darüber freut sich jeder: Geschenke. Aber was ist das eigentlich? Das Wort schenken bedeutet „zu Trinken geben“, was uns völlig klar erscheint, wenn wir an „einschenken“ denken. Früher erhielt ein Wanderer etwas zu trinken, wenn er während seiner Reise durstig an eine menschliche Behausung kam. Den Schöpfer Wasser aus dem Brunnen bekam er in der Regel umsonst. Umso erstaunlicher ist es, dass man heute in einer Schenke für sein Getränk ziemlich viel bezahlen muss. Man bekommt heute zwar noch etwas eingeschenkt, aber beileibe nicht mehr geschenkt!

Einen ähnlich interessanten Bedeutungswandel hat das Wort Gift erfahren. Die ursprüngliche Bedeutung ist noch in unserem Wort „Mitgift“ erhalten, oder im englischen „gift“. Beides bezeichnet den Vorgang des Gebens, eine (mehr oder weniger milde) „Gabe“. Während man sich jedoch früher über so ein Geschenk freute, würden wir uns heute für diese Art der Gabe schön bedanken, selbst wenn wir sie geschenkt bekämen…

Und noch was passt in diesen Rahmen: das Präsent, das ja auch ein Geschenk ist. Interessanterweise kommt dieses Wort vom lateinischen „praesens“ und bedeutet jetzt, gegenwärtig. Daher auch „Präsens“ als Fremdwort für unsere grammatische Gegenwart. Das Jetzt, der gegenwärtige Moment, ist also ein Geschenk. Etwas, das wir „in der Hand halten“, wie man aus dem französischen Wort für jetzt, „maintenant“ (main=Hand, tenant=haltend), erkennen kann.

Was machen wir mit diesem Geschenk des Augenblicks, mit dem wir unsere Zukunft in der Hand halten? Achten wir dieses Geschenk? Dazu reicht es schon aus, wenn wir uns immer mal wieder daran erinnern, dass wir es in jedem Moment in der Hand haben, wie wir unser Leben empfinden – als Gift oder als Geschenk.