Danke für die Gedanken!

Gepostet Von Gabriele Erfurth am 21. 03. 2014 |


Danken kommt tatsächlich von Denken. Ursprünglich machten die Menschen nämlich keinen Unterschied zwischen Gedanken und Empfindungen. Unser Gehirn tut das übrigens bis heute nicht. Ob ich etwas Schönes empfinde oder an etwas Schönes denke – beides muss im Hirn den Thalamus passieren, um verarbeitet werden. Und diese Verarbeitung ist dann in beiden Fällen die Gleiche, weil der Thalamus sozusagen den Absender löscht.

Aber zurück zu den denkbar dankbaren Gedanken. „Denken“ in seiner Grundbedeutung heißt empfinden, kennen, wissen. So ganz nebenbei: „empfinden“ ist die verkürzte Sprechweise für innen finden, was eben auch auf die Gedanken zutrifft. Danken war zunächst der wertfreie Ausdruck eines Gedankens und wurde erst im Laufe der Jahrhunderte auf das Äußern von Freude über eine schöne Empfindung reduziert.

Im Französischen heißt denken „penser“. Das kommt vom Lateinischen „pendere“ und bedeutet abwägen, ausgleichen (die Schalen einer Waage). Demnach ist das Denken ein Mittel um unser Gleichgewicht zu finden. Und für diese Harmonie (= Ordnung) können wir dann dankbar sein.

Machen Sie doch mal Ihr Denken zum Danken – und lassen Sie sich überraschen, was passiert!